Inner Wheel im Rotary Magazin - April 2019

martedì, 16 aprile 2019
Emilie Lieberherr war an vorderster Front engagiert für das Frauenstimmrecht, mehr Gerechtigkeit und für die Sozial- und Drogenpolitik. Sie erreichte höchste Würden als Stadträtin uns Ständerätin des Kantons Zürich. Offen, fadengrad, aber mit Humor profilierte sie sich für die Sache. Sie liess sich nie etwas zuschulden kommen. Eine echte Würdenträgerin und ein Vorbild.Emilie Lieberherr war an vorderster Front engagiert für das Frauenstimmrecht, mehr Gerechtigkeit und für die Sozial- und Drogenpolitik. Sie erreichte höchste Würden als Stadträtin uns Ständerätin des Kantons Zürich. Offen, fadengrad, aber mit Humor profilierte sie sich für die Sache. Sie liess sich nie etwas zuschulden kommen. Eine echte Würdenträgerin und ein Vorbild.

Würde – man hat sie oder nicht.

Würde ist ein wahrhaft hehrer Begriff. Allerdings ist er - zunehmend inflationär verwendet –ziemlich abgegriffen. Über den Wert, welcher Menschen jeglicher Herkunft, jeglichen Geschlechts, Alters und Status‘ zuerkannt wird, haben Philosophen und Denker wie Aristoteles, Kant, Schopenhauer und viele andere nachgedacht. Wir möchten uns aus Inner Wheel Sicht nur mit einer kurzen Betrachtung zum Thema im Alltag äussern. „Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren.“ So steht es in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen. Auf einem anderen Blatt steht, ob sich alle folglich Würdigen auch würdig verhalten. Im Alltag orientieren wir uns an moralischen, rechtlichen oder gesellschaftlichen Normen und an unseren eigenen Werten. Wann verhalten wir uns würdig oder unwürdig, setzen unsere Würde aufs Spiel oder büssen diese sogar ein? Dies entscheiden unser Umfeld, oft die Medien, der Zeitgeist und die dynamische Rechtsauslegung.

Es ist gut, sich bewusst zu sein, dass alles im Fluss ist. Frauen und Männer die in der Wirtschaft, Politik und Kirche Positionen und hohe Ämter bekleiden gelten als Würdenträger. Nicht immer erweisen sie sich dieser Ämter würdig: Würdevoll eingesetzte höchste Staatsoberhäupter bedienen sich am Volksvermögen. Und es gibt Verwaltungsräte, CEOs und Funktionäre, die sich schamlos aus Unternehmenskassen bereichern. Ganz zu schweigen vom Verhalten gewisser Würdenträger der Kirche.

Glücklicherweise hängt die Würde eines Menschen weder von Status noch von Reichtum ab, obwohl zugegebenermassen ein gutes Milieu das Leben in Würde erleichtern kann. Würde kommt aus dem Innersten, aus der Freiheit, zu sein wie man ist.

„Würde - man hat sie oder nicht“, ich kann diesen Satz keinem Autoren mehr zuordnen aber ich finde, er bringt es auf den Punkt.

Text: Regula Gutjahr